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STEUERN · RATGEBER

Steuern beim Immobilienverkauf: das müssen Sie wissen

6 Min. Lesezeit · Von den Immobilien-Experten

Beim Verkauf einer Immobilie kann der Fiskus mitverdienen – muss er aber nicht. Wer die Regeln zur Spekulationssteuer und die wichtigsten Fristen kennt, spart oft mehrere Tausend Euro. Hier die wichtigsten Punkte im Überblick.


1. Die Spekulationsfrist verstehen

Verkaufen Sie eine vermietete oder als Kapitalanlage genutzte Immobilie innerhalb von zehn Jahren nach dem Kauf, kann auf den Gewinn Spekulationssteuer anfallen. Nach Ablauf dieser Frist ist der Verkaufsgewinn in der Regel steuerfrei. Maßgeblich sind die Daten der notariellen Verträge für Kauf und Verkauf. Wer kurz vor Ablauf der Frist steht, sollte den Termin ganz genau prüfen.

2. Die Ausnahme: Eigennutzung

Selbst genutzte Immobilien sind meist von der Spekulationssteuer befreit. Das gilt, wenn Sie die Immobilie im Jahr des Verkaufs und in den beiden vorangegangenen Jahren selbst bewohnt haben. Schon eine durchgehende Eigennutzung über diesen Zeitraum kann ausreichen – ein wichtiger Hebel bei der Verkaufsplanung.

3. Wie sich der Gewinn berechnet

Besteuert wird nicht der Verkaufspreis, sondern der Gewinn: Verkaufspreis minus Anschaffungskosten minus verkaufsbezogene Kosten wie Makler, Notar oder bestimmte Renovierungen. Viele absetzbare Posten werden übersehen. Eine saubere Dokumentation aller Kosten kann die Steuerlast spürbar senken.

4. Die Drei-Objekt-Grenze

Verkaufen Sie innerhalb von fünf Jahren mehr als drei Objekte, kann das Finanzamt einen gewerblichen Grundstückshandel annehmen – mit weiterreichenden steuerlichen Folgen. Wer mehrere Immobilien veräußern möchte, sollte Timing und Reihenfolge daher bewusst planen.

5. Frühzeitig beraten lassen

Steuerregeln sind komplex und ändern sich. Eine frühzeitige Beratung durch einen Steuerberater verschafft Klarheit und verhindert teure Fehler. Dieser Artikel ersetzt keine individuelle Steuerberatung, gibt Ihnen aber die Orientierung, welche Fragen Sie stellen sollten.

Steuern im Blick behalten

  • Kauf- und Verkaufsdatum (Notarverträge) prüfen
  • Zehnjährige Spekulationsfrist beachten
  • Eigennutzung der letzten Jahre dokumentieren
  • Anschaffungs- und Verkaufskosten sammeln
  • Absetzbare Posten vollständig erfassen
  • Drei-Objekt-Grenze im Blick behalten
  • Verkaufstiming bewusst planen
  • Frühzeitig Steuerberater einbeziehen

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